Wie moderne Touch-Displays die Herausforderungen im Außeneinsatz meistern

Strahlend hell durch dick und dünn

Sommerhitze in der Rhein-Ebene, berüchtigte Berlin-sibierische Kälte, Herbststurm im Münsterland, feinstes Schietwetter in Hamburg – Parkschein- und Kassenautomaten müssen auch den widrigsten mitteleuropäischen Wettern standhalten. Dabei muss auf die Haltbarkeit genauso Verlass sein, wie auch die Funktion keine Schwächen zeigen darf, wenn die zahlungswilligen Parkkunden nicht frustriert vor der Maschine stehen sollen. Bei der Umsetzung dieser Forderungen unterstützt den Automatenhersteller Bebarmatic die Hamburger Firma Garz & Fricke mit robusten und zuverlässigen Display-Lösungen und Embedded Systemen – das zunehmend auch vernetzt mit digitalen Sphären.

Die Duisburger Firma Bebarmatic ist ein Spezialist für Parksysteme. Schranken und automatische Poller, vor allem aber die dazugehörigen Kassenautomaten sind für Autofahrer Alltag. Und jeder Autofahrer weiß auch, wie ärgerlich es ist, wenn der Automat streikt und man in strömendem Regen Dutzende Meter zum nächsten huschen muss. Deshalb steht Zuverlässigkeit ganz oben im Pflichtenheft der Automaten. „Es sind Feuchtigkeit und Wärme, genauso aber große Kälte, denen unsere Automaten stand halten müssen,“ erklärt Elmar Schulte-Herweling von Bebarmatic, „vor allem der berührungssensitive Bildschirm ist eine große Herausforderung.“ Das Touchdisplay muss gleich mehrere Schwierigkeiten meistern. Es bekommt das Wetter direkt ab und muss entsprechend robust ausgeführt sein. Trotzdem soll es gut ablesbar sein und jede Eingabe feinfühlig erfassen.

Schnell denkt man, eine dicke Glasscheibe wird das schon meistern, aber so einfach ist es nicht. „Dicke Scheibe“ und „zielsichere Bedienung“ passen nicht gut zusammen. Denn im dicken Glas bricht sich das Licht. Diese sogenannte Paralaxe sorgt dafür, dass der Benutzer die einzelnen Bedienelemente auf dem Schirm schlechter trifft. Außerdem nimmt die Empfindlichkeit ab, je dicker die Scheibe. Den passenden Kompromiss in verschiedenen Preisklassen entsprechend der Anforderungen liefert Garz & Fricke GmbH aus Hamburg.

Die Herausforderungen angehen

Mit den richtig teuren Displays lässt sich jeder Anwendungszweck meistern. Nur sprengt das sehr schnell den Rahmen, was das fertige Gerät eigentlich kosten darf.
Ingenieur und Firmenchef Manfred Garz

Resisitiv oder Kapazitiv

Neben der Display-Technologie können Kunden auch beim „Touch“ wählen. Die berührungsempfindliche Oberfläche funktioniert entweder nach dem Prinzip eines resistiven oder eines kapazitiven Touchscreens. Die resistive Technik hat den Vorteil, dass sie optisch meist ansprechender, gut mit Handschuhen zu bedienen und unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen ist. Dafür spricht auch die vergleichsweise gute Helligkeit eines solchen Bildschirms. Allerdings kannist ein der solcher Monitor sehr anfällig für Vandalismus-Schädennur mit Hilfe eines Eingabestifts bedient werden, der zwar in der Industrie noch weit verbreitet ist, sich beim Autofahrer am Kassenautomaten eher als unpraktisch erweist. Schon mit einem Feuerzeug lässt sich die Kunststoffoberfläche leicht beschädigen. Auch eine etwas höhere Ungenauigkeit bei der Eingabe und geringe Robustheit sprechenspricht gegen resistive Touch-Displays auf dem Parkplatz.

Geradezu fingerfreudig und trotzdem sehr robust ist dagegen der kapazitive Touchscreen. Er ist konzipiert für Eingaben mit bloßem Finger und erkennt die Eingabe auch mit mehreren Fingern gleichzeitig – dem sogenannten Multitouch – zum Beispiel Gesten. Berührt ein Finger eine kapazitive Touch-Oberfläche, fließen geringe Ströme, aus denen die Elektronik die Position eines oder mehrerer Finger bestimmen. Die kapazitive Technik stellt Entwickler jedoch auch vor einige knifflige Aufgaben – vor allem im Außenbereich. Dort stören, anders als beim resistiven Touch, Regentropfen die Eingabe. Denn funktionsbedingt wirkt ein Wassertropfen genau wie ein Finger auf dem Schirm – beide leiten den Strom. Das System kann sie ohne zusätzliche Maßnahmen nicht unterscheiden.

Spezielle Software-Anpassungen stellen sicher, dass der Touchscreen genauso gut im Regen funktioniert, wie im trockenen.

Das Display, das robust, Handschuh- und Fingerbedienbar und auch noch störunanfällig für beispielsweise Wassertropfen ist, das gibt es so noch nicht.
Manfred Garz

Brütende Hitze

Schnell können die Temperaturen in einem Parkschein- beziehungsweise in einem Kassenautomaten deutlich über 60°C steigen – eine Bewährungsprobe für die verbaute Elektronik, die sich unter diesen Bedingungen stark erhitzt.
Manfred Garz

Hohe Leistung bei geringer Leistungsaufnahme

Garz & Fricke liefert "ready-to-install" Komponenten zugeschnitten auf die Gehäuse der Kunden. Je nach Wunsch können auch Münzprüfer und elektronische Zahlungssysteme angeschlossen werden.

Bereit für die Zukunft

Offen und kompetent

Wir wollten Fertigkomponenten und fanden sie bei Garz & Fricke. Dazu hohe technische Kompetenz.
Elmar Schulte-Herweling - bebarmatic