Die Laterne der Moderne

Das Internet der Dinge wächst und macht auch vor Städten nicht halt: Städte werden smart. Damit das möglichst harmonisch und optisch ansprechend geschieht, geht ein Leipziger Leuchtenhersteller neue Wege und verwandelt Lampenmasten in Ladestationen. Dabei muss die Elektronik vor allem robust, zuverlässig und leicht integrierbar sein.

Nicht nur gut aussehen, sondern auch modernste Funktionalität in robuster Form waren die Ziele, mit denen die smarte Außenleuchte Pablo entworfen wurde. Die Stadtbeleuchtung mit ihrer modernen an den Kubismus erinnernden Form zeigt, wie Städte dezent digitalisiert und urbane Räume nachhaltig modernisiert werden können. Für den Hersteller, Leipziger Leuchten, markiert die moderne Straßenleuchte den Einstieg in das noch junge Feld der Smart City, der intelligenten vernetzten Stadt.

Digital im urbanen Straßenraum

Während die LEDs der Außenleuchte die Straßen erhellen, sorgen je nach Kundenwunsch integrierte WiFi-Technologie und Videotechnik für die Vernetzung von Stadt und Bürgern sowie mehr Sicherheit. Die optional integrierte Stromtankstelle sorgt für volle Fahrzeug-Akkus. Gesteuert wird die Ladeeinheit namens Karsten über ein im Gehäuse verbautes Touch-Display samt Embedded System. Bei diesem Modul, ein sogenanntes Human Machine Interface (HMI), handelt es sich um das Santino LT, ein individualisierbares Standardprodukt des Hamburger Unternehmens Garz und Fricke. Es besteht aus einem Display samt passendem Touch-Interface und eben dem Single-Board-Computer.

All-in-One-Modul

Das Leipziger Unternehmen, suchte nach einer Kombination aus Display samt Steuercomputer, das robust gegen Witterung, Hitze und auch grobe Behandlung ist. Viele Unternehmen bieten nur Produkte, die Display und Elektronik nicht ausreichend schützen. Garz und Fricke lieferte den Santino LT. Das Santino LT ist ein All-in-One-Modul mit einem 5 Zoll großen Touch-Display. Für zielgenaue Eingaben sorgt das kapazitive TouchinterfaDIE LATERNE DER MODERNE ce, das dank Multitouch-Fähigkeit auch mit mehreren Fingern klarkommt. Der Prozessor des Single-Board-Computers ist ein i.mx6 von NXP. Vervollständigt wird die Platine durch Standard-Schnittstellen, wie unter anderem USB 2.0 und weiteren seriellen Schnittstellen wie beispielsweise RS485 und RS232. Diese können über Module wie RFID-Lesegeräte vom Kunden an- und eingebunden werden.

Das sagt der Projektleiter: „Wir konnten das bestehende System mit dem neuen HMI auszurüsten ganz ohne Redesign. Die jetzt entstandene Lösung für Feutron werden wir nun für mindestens sieben Jahre im Portfolio haben beziehungsweise so lange, wie der Chip-Hersteller seine CPU vertreibt und mit Treibern versorgt.“ Daniel Höser, Field Sales Engineer, Garz und Fricke